28.05.2010
Von der Ernte bis zur Tasse
Trotz oder gerade wegen des schwierigen Marktumfelds setzte Messeorganisator Reed Exhibitions auch bei der neunten Ausgabe der Wiener >Alles für den Gast< attraktive Highlights. Unter dem Titel „Melange meets Cappuccino“ wurde die 110-jährige Geschichte der Espressomaschine dargestellt, und die Initiative „Liquid Point“ fokussierte auf die Bedeutung von Getränken und Getränkekultur für Gastlichkeit und Geselligkeit. Bereits zum fünften Mal war die Fachgruppe Kaffeehäuser der Wiener Wirtschaftskammer mit dem „Tag des Kaffeehauses“ präsent.
Eine Premiere stellte der erstmals parallel (25. bis 27. April) zur >Alles für den Gast Wien< organisierte „Tea and Coffee World Cup Europe – Exhibition & Symposium“ in der Halle C und im Congress Center der Messe Wien dar. Diese größte und umfassendste Veranstaltung Europas für die Kaffe- und Teebranche präsentierte von der Ernte bis zur Tasse die gesamte Versorgungskette rund um den Kaffee- und Teegenuss.
Umfrage zur Raucherregelung
Mehr als drei Viertel der Betriebe befürchten Nachteile: Analog zur >Alles für den Gast – AllMountain 2010< in Salzburg nutzte Organisator Reed Exhibitions auch die >Alles für den Gast Wien 2010< dazu, die Einstellung der Branche zur und die Handhabung der Raucherregelung in den Betrieben zu eruieren. „Für ein totales Rauchverbot in der Gastronomie sprachen sich in Ostösterreich nur 27 Prozent der Befragten aus, während 46,7 Prozent für eine räumliche Trennung von Raucher- und Nichtraucherbereichen und 14,2 Prozent für eine generelle Trennung in Raucher- und Nichtraucherlokale votierte“, berichtet Gernot Blaikner, themenverantwortlicher Leiter des Geschäftsbereiches Messen bei Reed Exhibitions. „Allerdings glauben mehr als drei Viertel der Befragten (78,3 %), dass ihnen durch die Raucherregelung Nachteile entstanden sind.
Bei der Umsetzung deklarierte ein Fünftel (20,9 %) seinen Betrieb als reines Nichtraucherlokal, ein Drittel (32,9 %) sorgte durch Umbauten für eine Trennung in Raucher- und Nichtraucherbereiche, während ein Viertel (25,5 %) diese Separierung schon früher vollzogen hat.“
Interessant erscheinen die zum Teil abweichenden Resultate der Befragung während der >Alles für den Gast AllMountain< in Salzburg im Gegensatz zum Wiener Pendant: Für ein totales Rauchverbot in der Gastronomie hatten sich in Salzburg 35,8 Prozent ausgesprochen, 48,1 Prozent votierten für die räumliche Trennung in Raucher- und Nichtraucherbereiche und nicht ganz ein Zehntel (9,5 %) sprach sich für die generelle Separierung in Raucher- und Nichtraucherlokale aus. Bezüglich der Umsetzung der Raucherregelung gaben 39,9 Prozent an, ihr Lokal zu einem reinen Nichtraucherlokal erklärt zu haben, 11,1 Prozent deklarierten ihren Betrieb als Raucherlokal.
22,9 Prozent wollen durch Umbauten für die Trennung von Raucher- und Nichtraucherbereichen sorgen, und ein Viertel (25,6 %) gab an, diese räumliche Trennung bereits vollzogen zu haben. Nachteile durch die Raucherregelung konstatierten in Salzburg sechs von zehn Befragten.

CAFEJOURNAL
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